FC Langenthal

Eigentlich spricht das 2:3-Schlussresultat eine klare Sprache. Doch die Solothurner musste viel mehr aufbringen, um die Platzherren letztlich schlagen zu können. Zudem wurde den Ambassadoren ein Handspenalty kurz vor der Pause zu Unrecht zugesprochen.

 

Vor einer Rekordkulisse entwickelte sich ein mit grosser Spannung erwartetes Derby. Dabei erwischten die Gastgeber einen optimalen Start mit der frühen Führung in der 4. Minute durch Stürmer Haziri. Die Reaktion der Gäste liess nicht lange auf sich warten. Keranovic prüfte mittels gefährlichen Eckballs die Fangkünste des Langenthaler Keepers. Sowohl Kapitän Mathys als auch Sturmpartner Domoraud vermochten aus ihren guten Möglichkeiten danach noch kein Kapital zu schlagen. Kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde flog ein Freistoss von Mathys knapp am Ziel vorbei. Danach folgte eine mehr als nur turbulente Schlussphase der ersten Halbzeit. Mittelfeldspieler Mzee scheiterte an Solothurns Goalie Fankhauser, dem ehemaligen Langenthal-Spieler. Der Ausgleich in der 44. Minute durch Mast muss neidlos als verdient bezeichnet werden. Was sich danach in der Nachspielzeit ereignete, wird in die Analen der noch jungen Meisterschaft eingehen. Schiedsrichter Minder zeigte in dieser auf den Punkt im Langenthaler Strafraum, wegen einem angeblichen Handspiel eines Spielers der Platzherren. Ganz klar von aussen war ein Vergehen eines Solothurner Akteurs zu sehen. Den Elfer verwandelte danach Mast eiskalt.

Langenthal glücklos – Solothurn effizient!

Mit einer gehörigen Wut im Bauch nahmen die Langenthaler Durchgang zwei in Angriff resp. diese schickten sich an, schnellstmöglich den Ausgleich zu realisieren. Lässer verzog in der 48. Minute nur knapp. Besser machte es Verteidiger Scheidegger nur eine Minute später. Dieser düpierte nach einem unwiderstehlichen Lauf auf der rechten Seite Goalie Fankhauser. Leider nahm danach die Gangart etwas rustikalere Züge an. Beide Teams schenkten sich rein gar nichts. Domoraud als auch Kelvin, später ausgewechselt, scheiterten. Kurze Zeit später hatten die Langenthaler das Glück bei einem Doppelpfostenschuss auf ihrer Seite. Gegen das sehenswerte erneute Führungstor der Ambassadoren durch Domoraud in der 63. Minute hatte Torhüter Santos de Carvalho nicht den Hauch einer Chance. Wer jetzt zur Auffassung gelangen sollte, dass die Einheimischen die Köpfe hängen liessen, sah sich getäuscht. Nur zwei Minuten später musste Torhüter Fankhauser schon und Kragen riskieren, um einen perfid getretenen Schuss von Haziri unter Kontrolle zu bringen. Solothurn liess sich bis zum Schluss nicht mehr davon abbringen, den Sieg nach Hause zu spielen, obschon die Langenthaler bis zum bitteren Ende alles unternahmen, wenigsten noch den Ausgleich zu erzielen. Ergo wartet immer noch auf den ersten Sieg der laufenden Meisterschaft!

Fussball – 1. Liga classic Gruppe 2

 

Langenthal – Solothurn  2:3 (1:2).

Stadion Rankmatte. – 600 Zuschauer. – SR Minder.

Tore: 4. Haziri 1:0. 44. Mast 1:1. 49. (1. Halbzeit) Mast (Handspenalty) 1:2. 49. Scheidegger 2:2. 63. Domoraud 2:3.

FC Langenthal: Santos de Carvalho; Scheidegger, Sven Zimmermann, Anderegg, Skeraj; Mzee (67. Heric), Heuscher, Lässer (83. Arifi), Miani; Kontar (27. Lena); Haziri.

FC Solothurn: Fankhauser; Philippe Gerspacher, Koekenbier, Kelvin (77. Schläppi), Kohler; Probst (85. Lutz), Keranovic, Mathys, Sebastian Gerspacher; Domoraud (72. Nica Zimmermann), Mast.

Bemerkungen: Langenthal ohne Baskar, Jonjic, Mijatovic (alle verletzt), Karakurd, Kovac, Simmen, Jenni, Anliker (alle nicht im Aufgebot). Solothurn ohne Loosli, Hunziker, Laugeois (alle verletzt). – Verwarnungen: 32. Heuscher, 76. Kelvin (beide Fouls), 84. Haziri (Reklamieren.

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