FC Langenthal


Der zweitletzte Test vor dem Start in die Frühjahrsrunde verlief den Oberaargauern kaum nach Wunsch. Trainer Willy Neuenschwander sah dabei ein Team, welches nach der 0:6-Niederlage vom höherklassigen Breitenrain, in der Woche vor dem Heimmatch der 1. Liga Gruppe 2 gegen die SR-Delémont noch einiges an Arbeit zu erledigen hat.

Dabei spielten die Gäste in Durchgang eins nicht nur phasenweise, sondern fast dauernd auf Augenhöhe gegen die von Martin Lengen trainierten Hauptstädter mit. Beide Teams spielten erfrischenden, offensiven Fussball und entwickelten dabei ein hohes Tempo. Bereits nach fünf Minuten zeigte Langenthals Keeper Sascha Studer erstmals sein Können, als dieser Torgelüste von Dangubic sehenswert zu Nichte machte. Der erwartete, offene Schlagabtausch hat längst in die Partie gefunden. Sowohl Breitenrain als auch Langenthal fielen durch ihr Umschaltspiel – von der Defensive in die Offensive – auf. Deshalb waren kaum nennenswerte Ballverluste zu sehen. Vor allem wurde beim Anlaufen des ballführenden Gegenspielers sofort grosser Druck erzeugt. Weiter muss erwähnt werden, dass die Zweikämpfe stets hart aber dennoch fair ausgefochten wurden. Erst nach 22 Minuten versuchte sich Edmond Selmani mit einem Schuss aus grosser Distanz. Quasi im Gegenzug entschärfte Goalie Studer einen Maksuti-Köpfler. Ab diesem Zeitpunkt nach die Passqualität der Langenthaler immer mehr ab. Dies führte nach dem dritten Eckball in der 27. Minute der Gastgeber durch den wuchtigen Köpfler von Dangubic zum 1:0. Der Ausgleich lag danach kurz in der Luft. Sowohl Jakob Johannsmeier als auch Oliver Jonjic vergaben gute Möglichkeiten. Besser machte es Maksuti kurz vor der Pause, als dieser seine Freiheiten nutzte. Sein unhaltbarer Dropkick liess Goalie Studer nicht den Hauch einer Chance.

Schwache 11 Minuten!

Beide Teams schickten sich auch in Durchgang zwei an, das Niveau beizubehalten. Langenthal war dabei um Verkürzung des Resultats bemüht. Zwischen der 59. und 70. Minute, d.h. innert 11 (!) Minuten bestrafte Breitenrain die bei den Langenthalern eingeschlichene Naivität mit drei weiteren Treffern. Oder anders gesagt: die Vorderleute von Torhüter Studer liessen diesen buchstäblich im Schilf stehen. Bis zum bitteren Ende nahm auch die Rate der Ballverluste und diejenige der individuellen Fehler zu. Dies bestraft Schneuwly in der 86. Minute mit dem 6:0-Endresultat. Der Langenthaler Trainerstab hat, obschon die Niederlage nicht ganz leicht wegzustecken ist, in der kommenden Woche beim letzten Test auswärts gegen den interregionalen 2.-Ligisten Rotkreuz die Möglichkeiten, die dringend benötigten Kurskorrekturen vorzunehmen. Denn es ist absolut keine Schande gegen ein Mitglied der Promotion League den Kürzeren zu ziehen.

Testspiel

Breitenrain (PL) – Langenthal (1. Liga)         6:0 (2:0).

Spitalacker. – 80 Zuschauer. – SR Qovanaj.

Tore: 27. Dangubic 1:0. 39. Maksuti 2:0. 59. Briner 3:0. 64. Kastrati 4:0. 70. Freiburghaus 5:0. 86. Schneuwly 6:0.

FC Breitenrain: Hornung; Schneuwly, Nilovic, Dreier, Lüthi; Gomes da Silva, Briner, Stoller, Maksuti; Kastrati, Dangubic. Eingewechselt: Freiburghaus, Avdukic, Volina, Sdiri, Demolli.

FC Langenthal: Studer; Mzee, Zimmermann, Hasanovic, Baskar; Edmond Selmani, Heuscher, Lässer, Ardi Selmani; Jonjic; Johannsmeier. Eingewechselt: Bräm, Gemperle, Kisa, Bekteshi, Quinjinca, Arifi.

Bemerkung: Langenthal ohne Alix Bahlouli, welcher mit sofortiger Wirkung zum FC Köniz, Promotion League, wechselt.

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