FC Langenthal

Verkehrte Welt im Stadion «Herti»: die zu favorisierenden Oberaargauer assen in Durchgang Eins viel Brot, wurden dafür durch zwei Gegentore von Fabian Simic bestraft. In Durchgang Zwei dominierten die Langenthaler die Szenerie und wurden mit den beiden Treffern von Gregory Gemperle dafür belohnt, verloren aber den eingewechselten Reto Heuscher durch zwei dumme, einkassierte gelbe Karten.

Glücklich aber dennoch sehr realistisch nahm Trainer Willy Neuenschwander nach dem intensiv, aber kaum hochstehenden Match wie folgt Stellung: «Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt. Wir waren zu anfällig, zu wenig aggressiv gegen den ballführenden Gegner und zudem fehlte bei meinen Spielern das nötige Engagement. Dieses Verhalten sprach ich in der Pause deutlich an. Dies führte dazu, dass mein Team auf einmal klar und direkt nach vorne spielte und durch die beiden Tore von Gemperle letztlich noch einen nicht unverdienten Punkt gewann!»

Dass die Oberaargauer nicht in die Zentralschweiz gereist waren, um als Punktelieferanten zu agieren, bewiesen diese ab Freigabe des Balles. Doch die besseren Karten hatten auf einmal die Einheimischen. Gleich zweimal musste Torhüter Sascha Studer in der elften Minute eingreifen. Zum einen bei einem Prellball von Weiss und zu anderen danach gegen einen Schuss von Simic. Diese beiden Möglichkeiten sollten eigentlich ein Weckruf an die Adresse der Gäste sein, doch weit gefehlt! In der 23. Minute gingen die Zuger durch Simic verdient in Führung. Danach vergaben Jonjic und Gemperle Möglichkeiten zum schnellen Ausgleich. Praktisch aus dem Nichts heraus schoss in der 38. Minute Simic das 2:0. Auch bei diesem Treffer hatte Goalie Studer nicht den Hauch einer Chance. Kurz vor der Pause behändigte Torhüter Pastore einen Kopfball von Gemperle noch sicher.

Gregory Gemperle’s Doppelpack!

Mit einer gehörigen Wut im Bauch starteten die Langenthaler in Durchgang Zwei. Vor allem entwickelten diese nun den zuvor vermissten direkten Zug aufs gegnerische Tor. Dies führte in der 54. Minute zum Anschlusstreffer von Gemperle, welcher erfolgreich den eingeleiteten Konter abschloss. Glück hatten kurz danach die Gäste beim Pfostenkopfball von Radovic. Dies hinderte die Oberaargauer nicht, sich wieder ins Schneckenhaus zurückzuziehen. Nach 66 Minuten enteilte Gemperle seinem direkten Gegenspieler und buchte unwiderstehlich den Ausgleich. Mit dem 2:2 im Rücken suchten die Gäste den möglichen Siegestreffer. Doch acht Minuten vor dem regulären Ende flog der zuvor bereits verwarnte und eingewechselte Heuscher dank der zweiten gelben Karte vorzeitig vom Platz. Letztlich blieb es beim Remis, obschon die Langenthaler in Unterzahl das Platzteam dominierten.

Fussball – 1. Liga Gruppe 2

 

Zug 94 – Langenthal       2:2 (2:0).

Stadion Herti. – 157 Zuschauer. – SR Qovanaj.

Tore: 23. Simic 1:0. 38. Simic 2:0. 54. Gemperle 2:1. 66. Gemperle 2:2.

Zug 94: Pastore; Kleiner, Wüest, Paglia, Thaqi; Martino (46. Loue; 72. Perkovic), Burkard, Weiss; Aydin (37. Babic), Simic (54. Nyangj), Radovic.

FC Langenthal: Studer; Mzee, Zimmermann, Hasanovic, Bekteshi; Arifi, Jonjic, Lässer (46. Heuscher); Cuinjinca  (64. Ardi Selmani), Gemperle, Bahlouli.

Bemerkungen: Langenthal ohne Edmond Selmani, Kisa, Scheidegger, Lanz (alle verletzt), Baskar (rekonvaleszent), Pfister (Militär), Schäfer (2. Mannschaft). – 61. Pfostenkopfball Radovic. – Verwarnungen: 16. Martino (Foul), 76. Babic (Reklamieren), 74. Heuscher, 75. Weiss, 83. Pastore (alle Fouls). – Platzverweis: 82. Heuscher (Gelb-Rot, wiederholtes Foul).

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