FC Langenthal

Der 3:0-Auswärtssieg der Seeländer widerspiegelte beim Derby gegen die Oberaargauer das Geschehen klar. Die Langenthaler produzierten zu viele Eigenfehler und konnten dem stets von den Bielern aufrecht gehaltenen Druck nicht standhalten.

 

 

Dies unterstrich Trainer Willy Neuenschwander nach dem auf gutem Niveau ausgetragenen Match und meinte weiter: «Die Bieler waren uns stets einen Schritt voraus. Dabei machten meine Spieler zu viele Fehler und die Quote bei den Ballverlusten war zu gross. Deshalb geht die Niederlage, auch in dieser Höhe, mehr als nur in Ordnung.»

Dass sich beide Teams keine lange Abtastphase gönnten, zeigten die Spieler hüben wie drüben und entwickelten sofort ein hohes Spieltempo. Dabei fanden die Gäste besser in das mit Spannung erwartete Derby. Dass diese Situation nicht spurlos an Keeper Sascha Studer vorbei ging, nahm dieser zum Anlass, seine Vorderleute für mehr Engagement anzutreiben. Gleich zweimal musste sich der Torhüter der Platzherren gegen Biels Stürmer Brian Beyer ins Zeug legen. Beide Aktionen meisterte dieser mit Bravour. Nur für kurze Zeit glich sich das Geschehen auf der sehr gut besuchten Rankmatte aus. Bis zur 24. Minute. Christian Mourelle liess mit seinem direkt und unhaltbaren Freistoss dem Langenthaler Keeper keine Abwehrchance. Praktisch im Gegenzug verzog Alix Bahlouli aus halbrechter Position nur knapp. Es wäre falsch, den Einheimischen bereits zu diesem Zeitpunkt vorzuwerfen, dass diese nicht alles versucht hätten, die Bieler Festung zu knacken. Es war deshalb nicht erstaunlich, dass die Gäste bis zur Pause weiter das Spieldiktat inne hatten.

Biels Dominanz erdrückend!

An dieser Situation änderte sich auch zu Beginn von Durchgang Zwei nichts. Obschon sich die Langenthaler bemühten, sich endlich aus der grossen Umklammerung der Bieler zu lösen. Sein Glück versuchte Michel Lässer in der 53. Minute; doch dessen Schuss segelte übers Tor. Besser machten es die Gäste im Gegenzug. Sylvain Mora buchte per Kopf das 2:0, dabei hatte Torhüter Studer zum zweiten Mal keine Abwehrmöglichkeit. Nur zwei Zeigerumdrehungen später prüfte Verteidiger Edin Hasanovic die Fangkünste von Biels Goalie Nicolas Grivot. Dies war ein kleiner Warnschuss an die Adresse des Teams von Trainer Anthony Sirufo. Sofort schalteten die Bieler einen Gang höher und suchten die Entscheidung. Dass sich die Langenthaler auf ihren Torhüter Studer verlassen können, bewies dieser in der 67. Minute. Schlitzohrig versuchte Beyer ihn mit einem Heber zu überlisten. Zehn Minuten vor dem Ende buchte Labinot Sheholli das 3:0-Schlussresultat, obschon die Platzherren sich anschickten, wenigstens den Ehrentreffer zu markieren.

Fussball – 1. Liga Gruppe 2

 

Langenthal – Biel            0:3 (0:1).

Rankmatte. – 700 Zuschauer (Saisonrekord!). – SR Jerkic.

Tore: 24. Mourelle 0:1. 54. Mora 0:2. 80. Labinot Sheholli 0:3.

FC Langenthal: Studer; Scheidegger, Zimmermann, Hasanovic, Mzee; Jonjic (81. Carubia), Bekteshi (75. Johannsmeier), Lässer (64. Ardi Selmani); Bahlouli (71. Cuinjinca), Gemperle, Arifi.

FC Biel-Bienne: Grivot; Manai (64. Tosato), Dimonekene, Labinot Sheholli, Ghomrani; Colamartino, Mourelle (69. Mäder), Adrian Fleury, Rawiler; Beyer, Mora (65. Yvano Fleury).

Bemerkungen: Langenthal ohne Edmond Selmani, Kisa (beide verletzt), Baskar, Lanz (beide rekonvaleszent), Schäfer, Pfister (beide 2. Mannschaft). Biel ohne Krasniqi, Ferreira, Randhaxe, Nuzzolo (alle verletzt), Kastriot Sheholli, Brechbühl, Gomis (alle abwesend). – Verwarnungen: 24. Zimmermann (Foul), 70. Studer (Reklamieren).

© 2019 FC Langenthal
Back to Top